App Entwicklung
React Native App programmieren lassen: Kosten, Ablauf und was Sie beisteuern
Eine React-Native-App in Auftrag geben: was sie kostet, wie lange die Entwicklung dauert, was Sie vorbereiten sollten und worauf es bei der Beauftragung ankommt.
Aktualisiert am · 7 Min Lesezeit
„App programmieren lassen“ heißt: Sie wollen nicht selbst entwickeln lernen. Sie wollen eine App, die zuverlässig funktioniert – und Sie wollen wissen, worauf Sie sich einlassen, bevor Sie unterschreiben.
Genau darum geht es in diesem Artikel. Keine Grundsatzdiskussion über Frameworks, sondern die praktischen Fragen: Was kostet es, wie lange dauert es, was sollten Sie beisteuern – und woran erkennen Sie eine gute Zusammenarbeit?
Warum React Native, kurz gefasst
Eine rein native App bedeutet in der Regel zwei Apps: eine für iOS in Swift, eine für Android in Kotlin. Zwei Codebasen, zwei Entwicklungen, zwei Wartungen.
Mit React Native entsteht eine Codebasis, aus der beide Store-Versionen gebaut werden. Seit React Native 0.82 (Oktober 2025) läuft das Framework ausschließlich auf der sogenannten New Architecture, die die Oberfläche mit echten nativen Komponenten darstellt. Für Ihre Nutzerinnen und Nutzer fühlt sich die App an wie jede andere App auf ihrem Gerät.
Ob React Native für Ihr Vorhaben die richtige Wahl ist, hängt vom Projekt ab. Greift eine App sehr tief in die Gerätehardware ein – etwa bei aufwendiger Augmented Reality oder grafikintensiven 3D-Spielen –, kann native Entwicklung sinnvoller sein. Für die meisten Geschäfts-Apps passt React Native sehr gut. Den ausführlichen Vergleich finden Sie hier: React Native vs. Native App.
Was es kostet
Bei uns gelten diese Startpreise:
- Erste marktfähige Version (MVP): ab 15.000 € netto. Eine App mit den Kernfunktionen, veröffentlicht in beiden Stores, mit einfachem Backend – genug, um herauszufinden, ob Ihre Idee trägt.
- Ausgereifte App mit vollem Funktionsumfang: ab 35.000 € netto. Individuelles Design, Nutzerkonten, Zahlungsabwicklung, Push-Nachrichten, Auswertungen.
Was den Preis wirklich bestimmt, ist weniger die Anzahl der Bildschirme als das, was dahinter passiert: Braucht die App ein eigenes Backend? Soll sie an bestehende Systeme andocken (Warenwirtschaft, CRM, Kassensystem)? Gibt es Zahlungen? Jede Schnittstelle nach außen bedeutet in der Regel mehr Aufwand als zusätzliche Ansichten.
Der Vorteil von React Native: iOS und Android entstehen aus einem Code. Das spart im Vergleich zu zwei getrennten Entwicklungen spürbar Aufwand – bei der Erstellung und später bei jeder Änderung.
Eine ausführlichere Einordnung, auch mit typischen Marktpreisen, lesen Sie im Artikel Was kostet eine App?.
Wie lange es dauert
Als Richtwerte aus der Praxis:
- MVP: etwa 8 bis 10 Wochen
- Ausgereifte App: etwa 12 bis 20 Wochen
- Komplexe Plattform: etwa 20 bis 30 Wochen
Dazu kommt die Prüfung durch Apple und Google. Sie geht oft schnell, kann aber auch mehrere Tage dauern, und Rückfragen beim ersten Einreichen sind nicht ungewöhnlich. Planen Sie dafür einen Puffer ein.
Was Sie beisteuern sollten
Erfahrungsgemäß hängt der Projektverlauf stärker an der Vorbereitung als an der Technik. Diese Punkte helfen:
Ein klares Ziel. Ein Satz, wofür die App da ist und für wen. Wenn dieser Satz steht, lassen sich alle weiteren Entscheidungen daran messen.
Inhalte. Texte, Bilder, Produktdaten. Liegen sie früh vor, kann die App mit echten Inhalten getestet werden – und der Launch verzögert sich nicht.
Eine Ansprechperson mit Entscheidungsbefugnis. Eine Person, die Zwischenstände freigeben kann, beschleunigt jedes Projekt.
Die Store-Konten. Für iOS benötigen Sie eine Mitgliedschaft im Apple Developer Program (jährliche Gebühr, aktuell 99 US-Dollar bzw. der entsprechende Betrag in Euro), für Android ein Google-Play-Entwicklerkonto (einmalig 25 US-Dollar). Wichtig: Die Konten sollten auf Ihr Unternehmen laufen. So gehört die App im Store eindeutig Ihnen.
Zugang zu bestehenden Systemen, falls die App andocken soll – und zwar rechtzeitig. Zugangsdaten und Freigaben brauchen oft länger als gedacht.
Der Ablauf
- Erstgespräch. Was soll die App leisten, für wen, und lohnt sie sich? Manchmal ist auch eine gute Website oder Web-App die passendere Lösung – das sprechen wir offen an.
- Konzept und Design. Nutzerwege, Bildschirme, ein klickbarer Prototyp. Sie sehen und bedienen die App, bevor programmiert wird. Änderungen sind in dieser Phase am einfachsten.
- Entwicklung. In Etappen, mit Zwischenständen, die Sie auf Ihrem eigenen Gerät ausprobieren können.
- Store-Veröffentlichung. Store-Einträge, Screenshots, Beschreibungen und die Prüfung durch Apple und Google – unter Ihrem Konto.
- Nach dem Launch. iOS und Android erscheinen jedes Jahr in neuen Versionen, und die Stores stellen regelmäßig neue Anforderungen. Eine App braucht deshalb Pflege. Unser Support & Wartung gibt es ab 50 € pro Monat netto im Jahresvertrag, je nach Umfang. Hosting für das Backend ist die ersten 3 Monate inklusive, danach richtet es sich nach dem Bedarf.
Worauf Sie bei der Beauftragung achten sollten
Rechte am Quellcode. Klären Sie im Vertrag, welche Nutzungsrechte Sie am Code erhalten. Das schafft Sicherheit für spätere Erweiterungen.
Ein klar definierter Umfang. Ein Angebot mit beschriebenen Funktionen und Meilensteinen macht Kosten planbar und verhindert Missverständnisse.
Mut zum kleinen Start. Eine gute erste Version konzentriert sich auf den Kern. Weitere Funktionen kommen, wenn echte Nutzer zeigen, was sie brauchen. Wie das geht, steht hier: MVP entwickeln.
Direkter Draht zum Entwicklungsteam. Kurze Wege zu den Menschen, die Ihre App bauen, machen Abstimmungen schneller und Ergebnisse besser.
Die drei häufigsten Stolpersteine
Zu viel in Version 1. Jede Funktion, die vor dem Launch eingebaut wird, ist eine Annahme darüber, was Nutzer wollen. Bauen Sie den Kern, veröffentlichen Sie, und lassen Sie sich von den Nutzern zeigen, was fehlt.
Eine App ohne klaren Anlass. Eine App lohnt sich vor allem dann, wenn Menschen regelmäßig wiederkommen – täglich oder wöchentlich. Für einen einmaligen Kauf oder eine Information reicht oft eine gute Website.
Wartung nicht eingeplant. Rechnen Sie von Anfang an mit laufenden Kosten für Updates, Server und Store-Gebühren. Dann bleibt die App auch unter neuen Betriebssystem-Versionen zuverlässig.
Ihr nächster Schritt
Sie haben eine konkrete App-Idee? Erzählen Sie uns davon – wir sind die KAIA Shapes Group aus Kaarst bei Neuss und entwickeln Apps für iOS und Android mit React Native. Im Gespräch klären wir, was Ihre Idee kostet und wie der beste Start aussieht. Jetzt Kontakt aufnehmen.
Häufige Fragen
- Was kostet es, eine React Native App programmieren zu lassen?
- Bei KAIA Shapes kostet eine erste marktfähige Version (MVP) ab 15.000 € netto, eine App mit vollem Funktionsumfang ab 35.000 € netto. Den Preis bestimmen vor allem eigenes Backend, Schnittstellen zu bestehenden Systemen und Zahlungsabwicklung. Da iOS und Android aus einer Codebasis entstehen, fällt die Entwicklung nicht doppelt an.
- Wie lange dauert es, eine React Native App entwickeln zu lassen?
- Als Richtwerte: ein MVP etwa 8 bis 10 Wochen, eine ausgereifte App etwa 12 bis 20 Wochen, eine komplexe Plattform etwa 20 bis 30 Wochen. Dazu kommt die Prüfung durch Apple und Google, für die Sie einen Puffer einplanen sollten.
- Brauche ich zwei Apps für iOS und Android?
- Nein. Mit React Native entstehen beide Versionen aus einer Codebasis. Das reduziert den Aufwand bei Entwicklung und Wartung, und beide Versionen bleiben auf demselben Stand.
- Wem gehören die App und der Quellcode?
- Das regelt der Vertrag – klären Sie die Nutzungsrechte am Code vor dem Start. Außerdem sollten die Store-Konten (Apple Developer Program, Google Play) auf Ihr Unternehmen laufen, damit die App im Store eindeutig Ihnen gehört.
- Was muss ich selbst beisteuern?
- Ein klares Ziel für die App, Inhalte wie Texte, Bilder und Produktdaten, eine Ansprechperson, die Zwischenstände freigeben kann, die Store-Konten und – falls die App an bestehende Systeme andocken soll – rechtzeitig die nötigen Zugänge.
- Was kostet die Wartung einer App?
- Unser Support & Wartung gibt es ab 50 € pro Monat netto im Jahresvertrag, abhängig vom Umfang. Hosting ist die ersten 3 Monate inklusive, danach richtet es sich nach dem Bedarf. Hinzu kommen die Gebühren der App-Stores.