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App Entwicklung

React Native App programmieren lassen: Kosten, Ablauf und was du liefern musst

KAIA Team
9 Min Lesezeit

"App programmieren lassen" heißt: Du willst nicht lernen, wie man entwickelt. Du willst eine App, die funktioniert, und du willst wissen, worauf du dich einlässt, bevor du unterschreibst.

Genau darum geht es hier. Keine Grundsatzdiskussion über Frameworks, keine Lobeshymne auf React Native. Sondern: Was kostet es, wie lange dauert es, was musst du beisteuern — und woran erkennst du, ob dein Gegenüber weiß, was er tut.

Warum React Native, kurz gefasst

Eine native App bedeutet zwei Apps: eine für iOS in Swift, eine für Android in Kotlin. Zwei Codebasen, zwei Entwicklungen, zwei Wartungen. Und zwei Versionen, die mit der Zeit auseinanderlaufen, weil ein Feature immer zuerst irgendwo fertig ist.

Mit React Native schreibst du einmal und veröffentlichst in beiden Stores. Das ist der ganze Punkt. Die Performance ist dank der neuen Architektur nativ — dein Nutzer merkt keinen Unterschied, dein Budget schon.

Ob React Native für *deinen* Fall die richtige Wahl ist, hängt vom Vorhaben ab. Wenn du eine App baust, die sehr tief in Gerätehardware eingreift (Augmented Reality, aufwendige 3D-Spiele), ist nativ besser. Für alles andere — und das sind die meisten Geschäfts-Apps — ist die Frage schnell beantwortet. Den ausführlichen Vergleich haben wir hier aufgeschrieben: React Native vs. Native App.

Was es kostet

Der ehrliche Rahmen, ohne "kommt darauf an":

Eine erste marktfähige Version (MVP) startet bei 15.000 €. Das ist eine App mit den Kernfunktionen, veröffentlicht in beiden Stores, mit einfachem Backend. Genug, um herauszufinden, ob deine Idee trägt — und nicht mehr.

Eine ausgereifte App mit vollem Funktionsumfang startet bei 35.000 €. Individuelles Design, Nutzerkonten, Zahlungsabwicklung, Analyse, Push-Nachrichten, alles verbunden.

Was den Preis wirklich treibt, ist nicht die Anzahl der Bildschirme, sondern das, was dahinter passiert: Braucht die App ein eigenes Backend? Muss sie an dein bestehendes System andocken (Warenwirtschaft, CRM, Kassensystem)? Gibt es Zahlungen? Jede Schnittstelle nach außen kostet mehr als zehn zusätzliche Ansichten.

Und der Punkt, den viele übersehen: React Native ist kein Aufpreis, sondern der Grund, warum es nicht doppelt kostet. Wer dir für zwei native Apps zwei Rechnungen schreibt, hat nicht doppelt so viel geliefert — er hat dieselbe App zweimal gebaut.

Die vollständige Aufschlüsselung steht auf unserer Preisseite.

Wie lange es dauert

  • MVP: 8 bis 10 Wochen
  • Ausgereifte App: 12 bis 20 Wochen
  • Komplexe Plattform: 20 bis 30 Wochen

Das sind Entwicklungszeiten, keine Wunschzeiten. Wer dir eine fertige App in vier Wochen verspricht, baut entweder einen Baukasten zusammen oder hat die Prüfung im App Store vergessen — die dauert allein bis zu einer Woche, und Apple lehnt beim ersten Versuch gerne ab.

Was du liefern musst

Hier scheitern die meisten Projekte, nicht an der Technik. Bereite das vor, bevor du beauftragst:

Eine Entscheidung, wofür die App da ist. Ein Satz. Wenn du ihn nicht sagen kannst, ist das Projekt noch nicht reif — dann wird aus dem MVP ein Fass ohne Boden.

Inhalte. Texte, Bilder, Produktdaten. Das ist der häufigste Grund, warum Projekte liegen bleiben: Die App ist fertig, aber niemand hat die Texte geschrieben.

Einen Entscheider. Eine Person, die "ja" sagen darf. Nicht drei Leute in einem Abstimmungskreis.

Die Store-Konten. Für iOS brauchst du das Apple Developer Program (aktuell 99 US-Dollar pro Jahr), für Android einen Google-Play-Entwicklerzugang (aktuell 25 US-Dollar einmalig). Wichtig: Diese Konten müssen auf deine Firma laufen, nicht auf die Agentur. Sonst gehört dir deine eigene App nicht.

Zugang zu bestehenden Systemen, falls die App andocken soll. Und zwar rechtzeitig — die Erfahrung sagt: Auf Zugangsdaten wartet man länger als auf jede Programmierung.

Der Ablauf

1. Erstgespräch. Was soll die App leisten, für wen, und lohnt sie sich überhaupt? Ein seriöses Gegenüber sagt dir hier auch, wenn eine App die falsche Antwort ist und eine gute Website reichen würde.

2. Konzept und Design. User Flows, Bildschirme, ein klickbarer Prototyp. Du siehst und bedienst die App, bevor eine Zeile Code entsteht. Änderungen kosten hier nichts — später kosten sie richtig Geld.

3. Entwicklung. In Etappen, mit Zwischenständen zum Ausprobieren auf deinem eigenen Gerät. Wer dir zwölf Wochen lang nichts zeigt und dann "fertig" ruft, arbeitet gegen dich.

4. Store-Veröffentlichung. Store-Einträge, Screenshots, Beschreibungen, Prüfung durch Apple und Google. Das übernimmt die Agentur — aber unter deinem Konto.

5. Nach dem Launch. Apps sind nie fertig. iOS und Android bringen jedes Jahr neue Versionen; wer nicht nachzieht, fliegt irgendwann raus. Klärt vorher, was Wartung kostet.

Woran du eine gute Agentur erkennst

Der Quellcode gehört dir. Steht das nicht im Vertrag, gehört er nicht dir. Frag danach, bevor du unterschreibst — nicht danach.

Ein Festpreis, kein Stundenzettel. Wer nach Stunden abrechnet, hat kein Interesse daran, schnell zu sein. Ein Festpreis bedeutet: Das Risiko liegt beim Entwickler, wo es hingehört.

Ehrlichkeit beim MVP. Wenn dir jemand beim ersten Gespräch alle Funktionen verspricht, die dir einfallen, will er den Auftrag, nicht deinen Erfolg. Der richtige Weg ist, brutal zu kürzen und mit dem Kern zu starten. Wie das geht, steht hier: MVP entwickeln.

Du sprichst mit dem, der baut. Nicht mit einem Vertriebler, der danach nie wieder auftaucht.

Die drei häufigsten Fehler

Zu viel in Version 1. Jede Funktion, die du vor dem Launch einbaust, ist eine Wette darauf, dass Nutzer sie wollen. Die meisten dieser Wetten verlierst du. Bau den Kern, veröffentliche, und lass die Nutzer dir sagen, was fehlt.

Die App als Selbstzweck. "Wir brauchen auch eine App" ist kein Grund. Eine App lohnt sich, wenn Menschen wiederkommen — täglich, wöchentlich. Für einen einmaligen Kauf reicht eine gute Website, und sie kostet einen Bruchteil.

Wartung vergessen. Die App ist im Store, das Budget ist aufgebraucht, und ein Jahr später läuft sie unter dem neuen iOS nicht mehr. Rechne von Anfang an mit laufenden Kosten.

Und jetzt?

Wenn du eine konkrete Idee hast, kostet dich ein Gespräch nichts — und du erfährst ehrlich, was sie kostet und ob sie sich lohnt. Schreib uns, oder sieh dir zuerst an, wie wir Apps entwickeln.

Häufige Fragen

Was kostet es, eine React Native App programmieren zu lassen?+

Eine erste marktfähige Version (MVP) startet bei 15.000 €, eine App mit vollem Funktionsumfang bei 35.000 €. Den Preis treibt nicht die Zahl der Bildschirme, sondern was dahinter passiert: eigenes Backend, Schnittstellen zu bestehenden Systemen, Zahlungsabwicklung. React Native ist dabei kein Aufpreis — es ist der Grund, warum iOS und Android nicht doppelt kosten.

Wie lange dauert es, eine React Native App entwickeln zu lassen?+

Ein MVP braucht 8 bis 10 Wochen, eine ausgereifte App 12 bis 20 Wochen, eine komplexe Plattform 20 bis 30 Wochen. Dazu kommt die Prüfung in den Stores, die allein bis zu einer Woche dauern kann. Wer eine fertige App in vier Wochen verspricht, hat die Store-Prüfung vergessen.

Brauche ich zwei Apps für iOS und Android?+

Nein. Genau dafür gibt es React Native: Eine Codebasis, beide Plattformen. Das halbiert die Kosten und sorgt dafür, dass beide Versionen synchron bleiben, statt mit der Zeit auseinanderzulaufen.

Wem gehört die App und der Quellcode?+

Dir — sofern es im Vertrag steht. Frag ausdrücklich danach, bevor du unterschreibst. Wichtig ist außerdem, dass die Store-Konten (Apple Developer, Google Play) auf deine Firma laufen und nicht auf die Agentur. Sonst gehört dir deine eigene App nicht.

Was muss ich selbst beisteuern?+

Eine klare Antwort darauf, wofür die App da ist. Inhalte (Texte, Bilder, Produktdaten) — daran scheitern die meisten Projekte, nicht an der Technik. Einen Entscheider, der "ja" sagen darf. Die Store-Konten. Und rechtzeitig Zugang zu bestehenden Systemen, falls die App andocken soll.

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