App-Entwicklung

Was kostet eine App-Entwicklung? Kosten 2026 im Überblick

Was kostet eine App 2026? Kostenfaktoren, typische Marktpreise, laufende Kosten und Spartipps – von der ersten MVP-Version bis zur ausgereiften App.

Aktualisiert am · 7 Min Lesezeit

Sie haben eine App-Idee und fragen sich, was die Umsetzung kostet? Die ehrliche Antwort hängt vom Umfang ab – aber sie lässt sich gut eingrenzen. In diesem Guide zeigen wir, welche Faktoren den Preis bestimmen, welche Kosten nach dem Launch anfallen und wie Sie Ihr Budget sinnvoll einsetzen.

Kurzüberblick: unsere Startpreise

  • MVP-App: ab 15.000 € netto, etwa 8 bis 10 Wochen, iOS und Android aus einer Codebasis
  • Ausgereifte App: ab 35.000 € netto, etwa 12 bis 20 Wochen, voller Funktionsumfang
  • Progressive Web App (PWA): ab 8.000 € netto, wenn eine App im Browser ausreicht
  • Komplexe Plattform: individuell nach Umfang, mit eigenem Backend und Integrationen

Alle Angaben sind Startpreise zzgl. MwSt. Den genauen Rahmen für Ihr Projekt klären wir im Gespräch.

Was kosten Apps am Markt?

Im deutschsprachigen Markt bewegen sich die Preise für professionell entwickelte Apps in einer großen Spanne. Grob lässt sich sagen:

  • Einfache Apps mit wenigen Bildschirmen und ohne eigene Server-Logik liegen meist im unteren fünfstelligen Bereich.
  • Mittelgroße Apps mit Nutzerkonten, Backend, Push-Nachrichten und individuellem Design liegen häufig im mittleren fünfstelligen Bereich.
  • Komplexe Plattformen mit Echtzeit-Funktionen, Zahlungen, Marktplatz-Logik oder vielen Schnittstellen erreichen schnell sechsstellige Beträge.

Wenn Sie Angebote vergleichen, achten Sie darauf, was enthalten ist: Store-Veröffentlichung, Backend, Design, Tests und Wartung sind nicht überall Teil des Preises.

Die wichtigsten Kostenfaktoren

1. Plattformen

Soll die App auf iOS, Android oder beiden laufen? Mit React Native entstehen beide Versionen aus einer Codebasis. Das spart gegenüber zwei getrennten nativen Entwicklungen spürbar Aufwand – bei der Erstellung und bei jeder späteren Änderung. Mehr dazu im Vergleich React Native vs. Native App.

2. Funktionen und Komplexität

Den Preis bestimmt weniger die Zahl der Bildschirme als das, was dahinter passiert:

  • Nutzerkonten mit Registrierung, Login und Passwort-Zurücksetzen
  • Push-Benachrichtigungen
  • Zahlungen und Abonnements
  • Echtzeit-Funktionen wie Chat oder Live-Status
  • Schnittstellen zu Warenwirtschaft, CRM, Kassensystem oder anderen bestehenden Systemen
  • KI-Funktionen, etwa Texterkennung oder Assistenten

Jede Schnittstelle nach außen bedeutet in der Regel mehr Aufwand als zusätzliche Ansichten.

3. Design und Nutzerführung

Eine App mit Standard-Komponenten und schlichtem Branding ist schneller umgesetzt als eine App mit vollständig individuellem Design, eigenen Illustrationen und aufwendigen Animationen. Ein klickbarer Prototyp vor der Entwicklung kostet etwas Zeit, spart aber später teure Änderungen.

4. Backend

  • Ohne Backend: Die App arbeitet nur mit Daten auf dem Gerät.
  • Backend-as-a-Service (z. B. Firebase oder Supabase): Login, Datenbank und Dateispeicher sind schnell eingerichtet – ideal für viele MVPs.
  • Individuelles Backend: volle Kontrolle und flexible Logik, dafür mehr Entwicklungsaufwand.

5. Integrationen von Drittanbietern

Zahlungsanbieter, Kartendienste, Social Login, Analyse-Werkzeuge oder Videotelefonie bringen fertige Bausteine mit. Die Einbindung kostet trotzdem Zeit – und manche Dienste verursachen laufende Gebühren.

Rechenbeispiele: Was gehört in welche Stufe?

MVP, etwa eine Termin- oder Fitness-App: Login, eine Kernfunktion (z. B. Termine buchen oder Trainings erfassen), einfache Statistiken, Push-Nachrichten, React Native mit Firebase oder Supabase. Typischer Fall für unseren MVP-Startpreis von ab 15.000 € netto.

Ausgereifte App, etwa eine Kunden- oder Community-App: Profile, Feed, Nachrichten, Bild-Upload, Zahlungen, individuelles Design und ein eigenes Backend. Typischer Fall für unseren Startpreis von ab 35.000 € netto.

Plattform, etwa ein Marktplatz: Anbieter- und Kundenkonten, Produktverwaltung, Warenkorb, Zahlungsabwicklung mit Auszahlungen, Bewertungen und ein Admin-Dashboard. Hier kalkulieren wir individuell.

Kosten, die oft vergessen werden

Einmalig

  • Store-Konten: Das Apple Developer Program kostet jährlich 99 US-Dollar (bzw. den entsprechenden Euro-Betrag), ein Google-Play-Entwicklerkonto einmalig 25 US-Dollar.
  • Store-Auftritt: App-Icon, Screenshots, eventuell ein Vorschauvideo.
  • Rechtliches: Datenschutzerklärung, ggf. AGB und eine DSGVO-konforme Umsetzung, etwa bei Einwilligungen und Datenverarbeitung.
  • App Store Optimierung: Damit die App gefunden wird – mehr dazu im ASO-Guide.

Laufend

  • Server und Backend: Je nach Nutzerzahl von wenigen Euro bis zu deutlich höheren Beträgen pro Monat. Bei uns ist Hosting in den ersten 3 Monaten inklusive, danach richtet es sich nach dem Umfang.
  • Drittanbieter-Dienste: etwa für Push-Nachrichten, Analyse oder Chat.
  • Store-Provisionen: Verkaufen Sie digitale Inhalte oder Abos in der App, behalten Apple und Google eine Provision ein – je nach Programm und Umsatz typischerweise 15 bis 30 Prozent. In der EU gibt es seit dem Digital Markets Act zusätzliche Modelle.
  • Wartung: iOS und Android erscheinen jedes Jahr in neuen Versionen, und die Stores stellen regelmäßig neue Anforderungen. Unser Support & Wartung gibt es ab 50 € pro Monat netto im Jahresvertrag, je nach Leistungsumfang.
  • Marketing: Store-Anzeigen, Social Media und Inhalte, die Nutzer zur App bringen.

Worauf Sie bei Angeboten achten sollten

  • Ist die Veröffentlichung in beiden Stores enthalten?
  • Ist ein Backend enthalten, und wer betreibt es?
  • Gibt es einen klickbaren Prototyp vor der Entwicklung?
  • Wie sind Wartung und Updates nach dem Launch geregelt?
  • Welche Rechte am Quellcode erhalten Sie, und laufen die Store-Konten auf Ihr Unternehmen?

So setzen Sie Ihr Budget sinnvoll ein

  1. Mit einem MVP starten. Bauen Sie zuerst den Kern, veröffentlichen Sie, und lassen Sie echte Nutzer zeigen, was fehlt. Wie das geht, steht im Guide MVP entwickeln.
  2. Eine Codebasis für iOS und Android. React Native reduziert den Aufwand bei Entwicklung und Wartung.
  3. Backend-as-a-Service nutzen, wo es passt, statt alles individuell zu programmieren.
  4. Bewährte Komponenten verwenden und das Design auf die wichtigsten Bildschirme konzentrieren.
  5. Prüfen, ob eine PWA reicht. Wenn Ihre Nutzer keine Store-App brauchen, ist eine Web-App oft die schlankere Lösung.

Wann rechnet sich eine App?

Ein vereinfachtes Rechenbeispiel mit angenommenen Zahlen: Eine Abo-App kostet in der Entwicklung 15.000 € und im Betrieb 200 € im Monat. Bei 9,99 € Abo-Preis und durchschnittlich 240 zahlenden Nutzern entstehen rund 2.400 € Monatsumsatz – nach Store-Provision und Betriebskosten bleibt ein Überschuss, der die Entwicklung innerhalb von etwa einem Jahr decken kann. Ob Ihre Zahlen so aussehen, hängt von Preis, Nutzerzahl und Kündigungsrate ab. Rechnen Sie deshalb vorsichtig und mit mehreren Szenarien.

Bei Business-Apps lohnt sich der Blick auf eingesparte Zeit: Ersetzt eine App Papierformulare, Telefonate oder doppelte Dateneingabe, ist der Nutzen oft schnell größer als die Kosten.

Eine App lohnt sich vor allem dann, wenn Menschen regelmäßig wiederkommen. Für einen einmaligen Kauf oder reine Information reicht oft eine gute Website.

Checkliste vor dem Start

  • Ziel und Zielgruppe definieren
  • Kernfunktionen für die erste Version festlegen
  • Budget inklusive laufender Kosten planen
  • Realistischen Zeitplan mit Puffer für die Store-Prüfung ansetzen
  • Technologie wählen (React Native, nativ oder PWA)
  • Rechte, Store-Konten und Wartung vertraglich klären

Fazit

Eine App ist eine Investition, die sich gut planen lässt: mit einer klar umrissenen ersten Version, einer Codebasis für beide Plattformen und realistisch eingeplanten laufenden Kosten. Starten Sie mit dem Kern, lernen Sie von Ihren Nutzern und bauen Sie dann gezielt aus.

Weiterlesen

Lassen Sie uns über Ihre Idee sprechen

Sie möchten wissen, was Ihre App kosten würde? Die KAIA Shapes Group aus Kaarst bei Neuss entwickelt Apps für iOS und Android. Erzählen Sie uns von Ihrer Idee, und wir erstellen ein transparentes Angebot. Jetzt Kontakt aufnehmen.

Häufige Fragen

Was kostet die Entwicklung einer App?
Bei KAIA Shapes kostet eine erste marktfähige Version (MVP) ab 15.000 € netto, eine ausgereifte App ab 35.000 € netto. Den Preis bestimmen vor allem Backend, Schnittstellen zu bestehenden Systemen und Zahlungsabwicklung – weniger die Zahl der Bildschirme.
Wie kann ich bei der App-Entwicklung sparen?
Mit einem MVP: zuerst den Kern bauen, veröffentlichen und von echten Nutzern lernen. Dazu eine Codebasis für iOS und Android mit React Native, Backend-as-a-Service, wo es passt, und bewährte Komponenten statt alles individuell zu gestalten.
Brauche ich überhaupt eine App?
Eine App lohnt sich vor allem, wenn Menschen regelmäßig wiederkommen – täglich oder wöchentlich. Für einen einmaligen Kauf oder reine Information reicht oft eine gute Website oder eine Progressive Web App.
Welche laufenden Kosten hat eine App?
Store-Gebühren (Apple Developer Program jährlich, Google Play einmalig), Server- und Backend-Kosten, gegebenenfalls Store-Provisionen auf digitale Verkäufe sowie Wartung. Unser Support & Wartung gibt es ab 50 € pro Monat netto im Jahresvertrag; Hosting ist die ersten 3 Monate inklusive.
Wie lange dauert die Entwicklung einer App?
Als Richtwerte: ein MVP etwa 8 bis 10 Wochen, eine ausgereifte App etwa 12 bis 20 Wochen. Dazu kommt die Prüfung durch Apple und Google, für die Sie einen Puffer einplanen sollten.

Sie planen ein Projekt?

Schreiben Sie uns – das Erstgespräch ist kostenlos und unverbindlich.

Kontakt aufnehmen