Webdesign

Landing Page erstellen: Der ultimative Guide 2026

Schritt für Schritt zur Landing Page, die konvertiert: Aufbau, die 10 wichtigsten Regeln, häufige Fehler, Werkzeuge, Kosten und eine Checkliste für den Launch.

Aktualisiert am · 10 Min Lesezeit

Eine Landing Page kann für Ihr Unternehmen viel bewegen, wenn sie richtig gemacht ist. In diesem Guide zeigen wir Ihnen, wie Sie eine Landing Page erstellen, die Besucher zu Kunden macht.

Was ist eine Landing Page?

Eine Landing Page ist eine einzelne Webseite mit einem klaren Ziel: Besucher sollen eine bestimmte Aktion ausführen (Conversion).

Typische Ziele:

  • Anfrage oder Terminbuchung
  • Newsletter-Anmeldung
  • Produktkauf
  • Demo-Anfrage
  • Download, etwa eines Leitfadens
  • Anmeldung zu einer Veranstaltung

Unterschied zur normalen Website:

  • Fokus auf ein einziges Ziel
  • meist keine oder nur eine reduzierte Navigation
  • ein klarer Handlungsaufruf (Call to Action, CTA)
  • jedes Element arbeitet auf die Conversion hin

Warum eine Landing Page?

  • Fokus: Weil es nur ein Ziel gibt, werden Besucher nicht abgelenkt. Das wirkt sich in der Regel positiv auf die Conversion Rate aus.
  • Messbarkeit: Ein Ziel bedeutet klare Kennzahlen.
  • Kampagnen: Ideal als Ziel für Google Ads, Meta Ads oder E-Mail-Kampagnen. Mehr dazu im Artikel Google Ads vs. Meta Ads.
  • Testbarkeit: Einzelne Elemente lassen sich gut vergleichen und verbessern.

Aufbau einer starken Landing Page

1. Hero-Bereich (sofort sichtbar)

Was hinein gehört:

  • eine Überschrift, die sofort klar macht, worum es geht
  • ein klares Nutzenversprechen
  • der wichtigste Handlungsaufruf als Schaltfläche
  • ein passendes Bild oder Video

Beispiel:

  • Schwach: „Willkommen bei Muster GmbH“
  • Stark: „Ihre Heizung gewartet, bevor der Winter kommt – Termin in zwei Minuten buchen“

Regeln:

  • Die Überschrift muss in wenigen Sekunden verständlich sein.
  • Die CTA-Schaltfläche hebt sich farblich deutlich ab.
  • Das Angebot ist ohne Scrollen verständlich.

2. Vertrauen und Social Proof

Mögliche Elemente:

  • echte Kundenstimmen mit Name und, wenn erlaubt, Foto
  • Logos von Kunden oder Partnern, sofern Sie sie verwenden dürfen
  • Bewertungen, etwa aus Ihrem Google-Unternehmensprofil
  • Auszeichnungen oder Zertifikate

Wichtig: Nur echte Angaben verwenden. Erfundene Bewertungen oder Logos schaden dem Vertrauen und können rechtliche Folgen haben.

3. Nutzen statt Merkmale

Beschreiben Sie, was Ihre Kunden davon haben, nicht nur, was Ihr Produkt kann.

  • Merkmal: „Unsere Software hat automatische Auswertungen.“
  • Nutzen: „Ihre Monatsauswertung ist fertig, ohne dass Sie eine Tabelle anfassen.“

Struktur:

  • Symbol, kurze Überschrift, ein bis zwei Sätze
  • drei bis sechs Vorteile
  • Fokus auf das Problem Ihrer Kunden

4. So funktioniert es

Zeigen Sie in drei einfachen Schritten, wie es abläuft, zum Beispiel:

  1. Anfrage senden
  2. Kurzes Gespräch zur Abstimmung
  3. Umsetzung und Ergebnis

Das senkt die gefühlte Hürde, weil der Weg klar wird.

5. Einwände beantworten

Typische Einwände und mögliche Antworten:

  • „Zu teuer“: Nutzen und Rechenbeispiel zeigen.
  • „Zu kompliziert“: den Ablauf einfach erklären.
  • „Keine Zeit“: zeigen, wie wenig Aufwand für den Kunden entsteht.
  • „Unsicher“: Testphase, Referenzen oder klare Bedingungen nennen, sofern vorhanden.

Ein kurzer FAQ-Bereich ist dafür ideal.

6. Abschließender Handlungsaufruf

Elemente:

  • Angebot noch einmal kurz zusammenfassen
  • dieselbe CTA-Schaltfläche wie oben
  • Hinweise, die Sicherheit geben, etwa „unverbindlich“ oder „Antwort innerhalb eines Werktags“, wenn das zutrifft

Die 10 Regeln einer Landing Page, die konvertiert

1. Ein Ziel, ein CTA

Statt mehrerer Schaltflächen wie „Kaufen“, „Mehr erfahren“ und „Kontakt“ gibt es einen dominanten Handlungsaufruf. Wenn mehrere Schaltflächen vorkommen, führen alle zum selben Ziel.

2. Navigation reduzieren

Jeder Link ist ein möglicher Ausgang. Lassen Sie das Hauptmenü weg oder reduzieren Sie es stark. Impressum und Datenschutzerklärung gehören natürlich trotzdem in den Fußbereich.

3. Der erste Bildschirm entscheidet

Viele Besucher entscheiden schon im ersten sichtbaren Bereich, ob sie bleiben. Dort gehören hin: Überschrift, Unterzeile, CTA und ein passendes Bild.

4. Mobile First

Ein großer Teil der Besucher kommt über das Smartphone, bei Social-Media-Kampagnen meist fast alle.

Mobile Checkliste:

  • gut treffbare Schaltflächen (empfohlen sind etwa 44 × 44 Pixel)
  • Schriftgröße von mindestens 16 Pixeln für Fließtext
  • schnelle Ladezeit auch im Mobilfunknetz
  • kurze Formulare

5. Schnelle Ladezeit

Je schneller die Seite lädt, desto weniger Besucher springen ab. Das gilt besonders für Anzeigen-Traffic.

Optimierungen:

  • Bilder komprimieren und in modernen Formaten wie WebP oder AVIF ausliefern
  • Bilder außerhalb des sichtbaren Bereichs später laden (Lazy Loading)
  • Auslieferung über ein Content Delivery Network
  • schlanker Code ohne unnötige Skripte

6. Klares Nutzenversprechen

In wenigen Sekunden sollte klar sein:

  • Was bieten Sie an?
  • Für wen ist es?
  • Warum gerade jetzt?

Formel: „Wir helfen [Zielgruppe], [Ziel] zu erreichen, durch [Lösung].“

Beispiel: „Wir helfen Gründerinnen und Gründern, ihre erste App zu veröffentlichen, mit React Native für iOS und Android.“

7. Vertrauen aufbauen

Vertrauenselemente:

  • verschlüsselte Verbindung (HTTPS)
  • verständliche Datenschutzhinweise am Formular
  • echte Kundenstimmen
  • transparente Preise oder Preisrahmen
  • klare Angaben, wer hinter dem Angebot steht

8. Dringlichkeit, aber ehrlich

Funktioniert, wenn es stimmt:

  • „Nur noch fünf Plätze im Workshop“
  • „Frühbucherpreis bis 31. Januar“

Schadet:

  • Countdown-Timer, die bei jedem Besuch neu starten
  • erfundene Knappheit
  • täglich eine neue „letzte Chance“

Regel: Nur echte Dringlichkeit nutzen.

9. Starke CTAs

Schwache CTAs:

  • „Klicken Sie hier“
  • „Absenden“

Starke CTAs:

  • „Termin anfragen“
  • „Meine Demo buchen“
  • „Leitfaden herunterladen“

Regeln:

  • handlungsorientiert formulieren
  • den Nutzen betonen
  • gerne aus Sicht des Besuchers („Meine …“)
  • kontrastreiche Farbe

10. Testen und verbessern

Was Sie testen können:

  • Überschriften
  • CTA-Texte
  • Bilder
  • Länge des Formulars
  • Reihenfolge der Abschnitte

Werkzeuge: Viele Landing-Page-Builder haben A/B-Tests eingebaut. Daneben gibt es spezialisierte Testing-Tools wie Optimizely oder VWO. Bei individuell entwickelten Seiten lassen sich Varianten auch direkt im Code ausspielen.

Achten Sie darauf, genug Besucher pro Variante zu sammeln, bevor Sie einen Gewinner küren. Bei wenig Traffic sind große Änderungen aussagekräftiger als kleine.

Die 5 häufigsten Fehler

Fehler 1: Zu viel Text

Besucher lesen selten Wort für Wort, sie überfliegen. Deshalb:

  • kurze Absätze
  • Aufzählungen
  • aussagekräftige Zwischenüberschriften
  • ausreichend Weißraum

Fehler 2: Schwache Überschrift

  • Schwach: „Willkommen auf unserer Seite“
  • Schwach: „Das beste Produkt der Welt“
  • Stärker: „Buchhaltung für Handwerksbetriebe, ohne Papierstapel“
  • Stärker: „Arbeitszeiten erfassen per App, auch auf der Baustelle“

Test: Lesen Sie die Überschrift laut vor. Würden Sie selbst weiterlesen?

Fehler 3: Zu viele Optionen

Nach dem Hick-Hyman-Gesetz steigt die Entscheidungszeit mit der Zahl der Optionen. Deshalb:

  • ein Angebot pro Landing Page
  • ein primärer CTA
  • höchstens ein sekundärer Link, etwa „Mehr erfahren“

Fehler 4: Nicht mobil getestet

Eine Seite, die auf dem Desktop gut aussieht, kann auf dem Smartphone Probleme machen.

  • immer auf echten Geräten testen
  • Google PageSpeed Insights nutzen
  • prüfen: Schaltflächen groß genug, Text lesbar, Bilder richtig skaliert, Formulare bedienbar?

Fehler 5: Formular zu lang

Jedes zusätzliche Feld ist eine kleine Hürde.

  • für einen Newsletter reichen meist Name und E-Mail-Adresse
  • nur wirklich nötige Felder abfragen
  • Autofill unterstützen
  • Fehlermeldungen verständlich formulieren

Werkzeuge: Wie Sie eine Landing Page erstellen

Option 1: Landing-Page-Builder

Tools wie Unbounce, Leadpages oder Instapage sind auf Landing Pages spezialisiert. Sie bieten Vorlagen, Drag-and-drop-Editoren und oft integrierte A/B-Tests. Gut geeignet für Marketing-Teams, die viele Kampagnenseiten selbst bauen möchten. Die Kosten sind meist monatlich.

Option 2: Website-Baukästen

Webflow, Wix oder Squarespace eignen sich ebenfalls für Landing Pages. Webflow richtet sich eher an Designerinnen und Designer, Wix und Squarespace an Einsteiger. Schnell umgesetzt, im Rahmen der jeweiligen Möglichkeiten anpassbar.

Option 3: Individuelle Entwicklung

Mit React und Next.js wird die Landing Page individuell programmiert.

Das bringt sie mit:

  • sehr schnelle Ladezeiten
  • volle Gestaltungsfreiheit und eigene Animationen
  • saubere technische SEO-Basis
  • Anbindung an CRM, Newsletter-Tool oder Buchungssystem

Ideal für: Produktstarts, wichtige Kampagnen, Gründungen und Seiten, die dauerhaft Anfragen bringen sollen.

Bei KAIA Shapes erstellen wir Landing Pages ab 1.500 € netto.

Schritt für Schritt: Landing Page in 7 Etappen

1. Strategie und Ziel

  • Was soll passieren?
  • Wer ist die Zielgruppe?
  • Warum sollte man sich für Sie entscheiden?
  • Woran messen Sie den Erfolg?

2. Struktur und Wireframe

  • grobe Skizze auf Papier oder in Figma
  • Reihenfolge der Abschnitte
  • Position der Handlungsaufrufe

3. Texte

  • mehrere Varianten der Überschrift
  • Nutzenversprechen
  • Nutzen-Texte für jeden Abschnitt
  • CTA-Texte
  • Kundenstimmen einholen

Tipp: Verwenden Sie die Sprache Ihrer Kunden, kurz und konkret.

4. Design

  • Farbschema mit zwei bis drei Farben
  • höchstens zwei Schriften
  • einheitliche Schaltflächen
  • passende Bilder, idealerweise eigene Fotos statt Stockmaterial

5. Entwicklung

  • Umsetzung nach Design
  • für alle Bildschirmgrößen optimiert
  • Formulare und Tracking einbinden
  • Beispiel-Technik: Next.js, Tailwind CSS, Hosting auf einer Plattform wie Vercel

6. Testen

  • auf Smartphone, Tablet und Desktop
  • in Chrome, Safari und Firefox
  • Formulare inklusive Bestätigungsmail
  • Ladezeit mit PageSpeed Insights
  • alle Links

7. Launch und Beobachtung

Vor dem Launch:

  • HTTPS aktiv
  • Analytics funktioniert und ist datenschutzkonform eingebunden
  • Consent-Banner, falls zustimmungspflichtige Dienste genutzt werden
  • Impressum und Datenschutzerklärung verlinkt

Nach dem Launch:

  • Conversion Rate messen
  • Nutzerverhalten auswerten
  • Feedback sammeln
  • erste Tests starten

Optimierung in den ersten 30 Tagen

Woche 1: Ausgangswerte messen

  • Besucherzahl
  • Conversion Rate
  • Absprungrate
  • Verweildauer

Woche 2 und 3: erste Tests

  • Überschrift: aktuelle Version gegen eine stärker nutzenorientierte Variante
  • CTA: Text und Position
  • Formular: weniger Felder

Woche 4: auswerten und weitermachen

  • bessere Varianten übernehmen
  • nächste Tests planen
  • kontinuierlich verbessern

Checkliste: Bereit für den Launch?

Design:

  • Überschrift klar und nutzenorientiert
  • CTA-Schaltfläche hebt sich ab
  • auf dem Smartphone geprüft
  • Bilder komprimiert
  • genug Weißraum

Inhalt:

  • Nutzenversprechen klar
  • echte Kundenstimmen vorhanden
  • Nutzen statt reiner Merkmale
  • Einwände beantwortet
  • CTA handlungsorientiert

Technik:

  • HTTPS aktiv
  • schnelle Ladezeit
  • Formulare funktionieren
  • Analytics eingebunden
  • alle Links funktionieren

Recht:

  • Impressum
  • Datenschutzerklärung
  • Consent-Banner, falls nötig
  • AGB, falls verkauft wird
  • Barrierefreiheit prüfen, falls das BFSG greift, siehe unseren BFSG-Guide

Was kostet eine Landing Page?

Typische Marktpreise zur Orientierung:

  • Selbst mit Builder: monatliche Toolkosten plus Domain und eigene Zeit für Konzept, Texte und Aufbau.
  • Professionell erstellt: am Markt meist etwa 1.500 bis 4.000 € einmalig, je nach Umfang, Texten und Anbindungen. Professionelles Copywriting kommt gegebenenfalls hinzu.

Mehr zu den Kosten im Artikel Was kostet eine professionelle Website?.

Rechenbeispiel: Wann lohnt sich eine Landing Page?

Ein fiktives Beispiel für einen Online-Kurs:

  • Kosten der Landing Page: 2.000 €
  • Kurspreis: 99 €
  • Besucher pro Monat: 1.000
  • Conversion Rate: 2 Prozent

Das ergibt 20 Verkäufe und rund 1.980 € Umsatz im Monat. Die Seite hätte sich in diesem Beispiel nach etwa einem Monat bezahlt gemacht, abzüglich Werbekosten. Ihre Zahlen können anders aussehen, das Rechenschema hilft aber bei der Planung.

Fazit: Ihr Fahrplan

  1. Grundlage: Ziel festlegen, Zielgruppe verstehen, Struktur skizzieren.
  2. Umsetzung: Texte schreiben, Design erstellen, Seite bauen.
  3. Launch: gründlich testen, live schalten, Traffic schicken.
  4. Optimierung: Daten auswerten, testen, laufend verbessern.

Die Erfolgsformel: klares Nutzenversprechen, starke CTAs, echtes Vertrauen und mobile Optimierung.

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Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Landing Page und Website?
Eine Website informiert und bietet viele Wege. Eine Landing Page hat genau ein Ziel und blendet alles aus, was davon ablenkt: meist keine oder eine reduzierte Navigation und ein einziger Handlungsaufruf. Sie ist ein Werkzeug für Kampagnen und Angebote.
Was kostet eine Landing Page?
Am Markt liegen professionell erstellte Landing Pages meist bei etwa 1.500 bis 4.000 €. Bei KAIA Shapes beginnen Landing Pages ab 1.500 € netto, die Umsetzung dauert typischerweise zwei bis drei Wochen. Der Preis hängt vom Umfang ab: Anzahl der Abschnitte, vorhandene Texte und Bilder, Formulare und Anbindungen.
Wie viele Elemente braucht eine gute Landing Page?
So wenige wie möglich. Jeder zusätzliche Link und jedes zusätzliche Angebot kann davon ablenken, das eine zu tun, wofür die Seite gebaut wurde.
Braucht eine Landing Page ein Impressum?
Ja. Auch eine einzelne geschäftliche Seite braucht in Deutschland ein Impressum und eine Datenschutzerklärung. Beide sollten von jeder Seite aus leicht erreichbar sein, zum Beispiel im Fußbereich.

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